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Viele Schulen haben erkannt, dass neben den gängigen Schulfächern auch andere
Kompetenzen für den Weg während und nach der Schulzeit immens wichtig sind.
Sicher haben Sie auch schon von Schulen gelesen oder gehört, in denen in diesem
Zusammenhang die wertvollen Fächer „Lernen lernen“ oder „Glück“ ihren Weg in den
Stundenplan gefunden haben.
Das Inklusionsteam der Schrozberger Schule hat, ganz nach dem Motto „Wer lernt sein
Leben selbst in die Hand zu nehmen, kann seines eigenen Glückes Schmied sein“, das
neue Fach „Lebenskompetenz“ im Rahmen der inklusiven Förderung eingeführt.
Jeder Schüler und jede Schülerin hat eine ganz individuelle Bildungsbiografie,
unterschiedliche Voraussetzungen, ganz eigene Stärken und einen individuellen
Lebensweg vor sich. Als Konsequenz daraus benötigt jeder Schüler und jede Schülerin
auch eine individuelle Förderung. Das Anerkennen dieser Tatsache bildet das Fundament,
auf dem das neue Fach aufgebaut ist.
In dem neuen, zweistündigen Fach treffen sich rund 25 Schülerinnen und Schüler der
Sekundarstufe jahrgangsgemischt, um wichtige Alltagskompetenzen zu erlernen.
Zu Beginn stand das Thema „Küche“ im Mittelpunkt. Hierzu zählen Inhalte wie die
Ausstattung und das Inventar, das sinnvolle Einräumen und Einrichten, die Hygiene in der
Küche und im Umgang mit Lebensmitteln und das Servieren sowie die Zubereitung
gesunder Speisen.
Geübt wurde in individuellen und niveaudifferenzierten Kleingruppen: Wortschatz und
Rechtschreibung standen ebenso auf dem Programm wie das Lesen. Doch das Lernen
beschränkte sich keineswegs nur auf den Unterrichtsstoff. Auch ganz praktische Dinge
wie Spülen und Abtrocknen gehörten dazu. So bekam jede Schülerin und jeder Schüler
genau die Unterstützung und Übung, die gerade gebraucht wurde.
Bisher bekam das Inklusionsteam ausschließlich positives Feedback von den beteiligten
Schülerinnen und Schülern, die sich sehr eifrig und interessiert eingebracht hatten. Das
Team sah sich somit in seiner Annahme bestätigt, dass die intrinsische Motivation, sich
eine neue Kompetenz anzueignen, unmittelbar mit dem Verständnis des Nutzens für das
eigene Handeln verknüpft ist.
Das Team ist daher bestrebt, diesen positiven Anfang zu nutzen, um gleich die nächsten
Themen anzugehen. Dazu zählen zum Beispiel das Lesen, Verstehen und Umsetzen von
Anleitungen, um im Anschluss gemeinsam mit den Inklusionslehrkräften neue Möbel
aufzubauen und den neuen Klassenraum zu gestalten.
Auch die Orientierung im öffentlichen Nahverkehr und in der Umgebung soll geübt
werden, indem die Schülerinnen und Schüler gemeinsam einen Ausflug planen und
durchführen. Weitere Themen sind Selbstversorgung und Verantwortung durch das
eigenständige Anlegen von Hoch- und Kräuterbeeten. Darüber hinaus sollen viele weitere
lebensweltnahe und bedürfnisorientierte Themen auch situationsbedingt aufgegriffen
werden.
(07.10.2026)