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Die Schüler der 10R machten sich am 12. Juli mit dem Bus auf den Weg nach Holland, um dort am Abend das Deck des Schiffes "Groter Jager" zu betreten, das für die kommenden Tage ihre Unterkunft sein sollte. Im Gepäck hatten sie auch ihre Klassenlehrerin Frau Ammon und Herrn Busch-Nowak.
Etwas klein waren die Kabinen, ja, und manch einer ist vielleicht am Anfang ein klein wenig erschrocken, aber letztendlich war der spärliche Platz in den Kabinen auch ein Vorbote dafür, dass alle in dieser knappen Woche eng zusammengerückt sind und viel wertvolle Zeit miteinander verleben durften.
Der erste Abend diente der Orientierung auf dem Schiff und einem kleinen Ausflug in den Hafen von Enkhuizen, wo die Reise am nächsten Tag starten sollte. Und wie sie startete! Das erste Ziel war für die Klasse Amsterdam, das trotz wenig Wind am ersten Segeltag gehalten werden konnte. Mit tatkräftiger Unterstützung durch viele Hände lief der "Grote Jager" in den Hafen von Amsterdam ein, wo die Schüler nicht nur den Abend, sondern auch den gesamten nächsten Tag verbringen konnten, den sie für Shopping und Sightseeing nutzten.
Die nächste Station war am Mittwoch Hoorn, ein kleines beschauliches Städtchen, das durch seinen Charme bestach. Nach einem Tag auf See, der durch viele Wenden und auch mal Schräglage nicht langweilig wurde, konnten sich hier die Schüler tummeln und den Abend später mit Gesang unter Deck ausklingen lassen.
Am Donnerstag segelte das Schiff schon tief in der zweiten Hälfte der Abschlussfahrt. Da schon machte sich ein wenig Wehmut breit. Der Weg führte bereits zurück in den Heimathafen in Enkhuizen, wo ein letzter Landgang möglich war und keiner so recht ins Bett wollte am Ende, weil die Stimmung gut und die Gesellschaft noch besser war. Aber am Freitag mussten alle früh raus, weil es galt, die Siebensachen zu packen und das Schiff ordentlich zu hinterlassen.
Kurz vor neun bestieg die Klasse den Bus nach Hause und kam dann mit etwas Verspätung wegen zähem Verkehr gegen 21 Uhr in Schrozberg an, froh wieder zu Hause zu sein, aber doch traurig, dass die schöne Abschussfahrt zu Ende gehen musste.
Die Segelwoche war ein einmaliges Erlebnis. Die Klasse konnte viel Zeit miteinander verbringen und ein letztes Mal ihre Klassengemeinschaft genießen, bevor alle in einen neuen Lebensabschnitt starten. Man konnte reden, lachen, gemeinsam anpacken und nebenbei auch abschalten und entspannen, während man den Wellen zusah. Die Woche in Holland auf dem Schiff wird allen wohl für immer im Gedächtnis bleiben.
AA
(30.07.2026)