GHRS Schrozberg

Seitenbereiche

Navigation

Weitere Informationen

Seiteninhalt

Kreative Köpfe beim Zeitungsprojekt

Im Deutschunterricht führte Frau Eras mit ihrer Klasse ein spannendes Zeitungsprojekt durch. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften dabei in die Rolle echter Journalistinnen und Journalisten. Zunächst suchten sie sich ein Thema aus, das sie besonders interessierte. Anschließend recherchierten sie Informationen, führten Interviews und sammelten Fakten, bevor sie ihre eigenen Zeitungsartikel verfassten.
Dabei entstanden viele abwechslungsreiche und kreative Beiträge zu unterschiedlichsten Themen. Das Projekt bot den Kindern die Möglichkeit, ihre Schreibkompetenz zu erweitern, selbstständig zu arbeiten und einen Einblick in die Arbeit einer Redaktion zu erhalten. Die gelungenen Ergebnisse zeigen, wie viel Kreativität und Engagement in den jungen Reporterinnen und Reportern steckt.

(28.06.2026)

______________________________

Artikel #1:

Der Hausmeister der Schule Schrozberg ist Herr Köhnlein.
Wir haben Herrn Köhnlein interviewt und ihm ein paar berufliche und private Fragen gestellt:
Zunächst haben wir ihn gefragt, was man alles so als Hausmeister macht. Er hat gesagt, dass er für das ganze Schulgelände zuständig sei und außerdem hat er gesagt, dass es sehr wichtig sei nach der Heizung zu schauen und die Heizung zu programmieren. Außerdem erledige er Reparaturarbeiten an unserer Schule.
Als zweites wollten wir wissen, ob er diesen Job möge, was er bejahte.
Als drittes fragten wir ihn, was er ursprünglich einmal werden wollte. Er hat uns erzählt, dass er 16 Jahre in Europa unterwegs war, um Turnhallen zu überprüfen.
Neben seinem Beruf als Hausmeister ist Herr Köhnlein auch in der freiwilligen Feuerwehr Schrozberg aktiv.
Als wir ihn gefragt haben, ob er auch schon Negatives in seinem Beruf erlebt habe, antwortete er, dass es das schlimmste Erlebnis gewesen sei, als unbekannte Personen eine schwere Metalltonne auf den neuen Fußballkäfig geworfen und ein paar Schüler auf der Tischtennisplatte gegrillt hätten.

Sein schönstes Erlebnis an der Schule sei die Geburtstagsfeier für ihn gewesen, die Frau Geringer mit ihrer Klasse organisiert habe.
Auf die Frage nach seinen Hobbies gab er bekannt, dass er gerne auf sein Enkelkind aufpasse.

Ariktel #2:

Hinter den Mauern – Alltag im Mädchenheim Gauting

Gauting, ein ruhiger Ort südwestlich von München. Wälder, Einfamilienhäuser ein See ganz in der Nähe. Von außen wirkt alles geordnet. Doch am Rand des Ortes, hinter Bäumen und einem weitläufigen Gelände  liegt ein Ort, an dem viele Lebensgeschichten eine Wendung nehmen sollen: das Mädchenheim  Gauting.
Hier leben Mädchen und junge Frauen zwischen etwa 12 und 21 Jahren. Sie kommen aus schwierigen Verhältnissen – aus Familien, in denen Gewalt, Vernachlässigung oder schwere Konflikte den Alltag geprägt haben. Manche haben lange keine Schule besucht,  andere haben früh gelernt  sich mit Wut oder Rückzug zu schützen. Das Mädchenheim ist Teil der Jugendhilfe und wird von der Caritas getragen. Es versteht sich als therapeutisches Zentrum: ein Ort,  der Schutz bietet, aber auch klare Regeln setzt. Die Mädchen leben in kleinen Wohngruppen. Es gibt offene Gruppen – aber auch geschlossene Bereiche, in denen die Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Diese sind für Jugendliche gedacht, die sich selbst oder andere gefährden. Der Alltag ist strukturiert: feste Zeiten, klare Abläufe, verbindliche Regeln. Was für Außenstehende streng wirken mag, soll hier Sicherheit geben. Der Tag beginnt meist früh. Schule findet direkt auf dem Gelände statt – in den sogenannten Agnes-Neuhaus-Schulen. Hier können die Mädchen Abschlüsse nachholen oder sich auf eine Ausbildung vorbereiten.  Neben Unterricht gibt es Therapieangebote: - Gesprächstherapie - Kunst- und Sporttherapie - Reittherapie Das Ziel ist nicht nur Lernen im klassischen Sinn,  sondern vor allem Stabilisierung. Viele Mädchen müssen erst wieder Vertrauen aufbauen – zu anderen und zu sich. Hinter jeder Zimmertür steckt eine eigene Geschichte. Einige Mädchen haben Gewalt erlebt, andere sind in schwierigen familiären Situationen aufgewachsen. Manche kämpfen mit starken Emotionen, die sie kaum kontrollieren können.  Ein Aufenthalt im Heim dauert oft ein bis drei Jahre. In dieser Zeit sollen die Jugendlichen lernen mit ihren Erfahrungen umzugehen und neue Perspektiven zu entwickeln.  Der Weg ist selten geradlinig. Es gibt Rückfälle, Konflikte, Tage, an denen nichts gelingt. Aber es gibt auch Fortschritte: Ein bestandener Schulabschluss. Ein Gespräch ohne Streit. Ein Moment, in dem jemand zum ersten Mal sagt: „Ich schaffe das.“ Für die Betreuerinnen und Betreuer sind diese kleinen Schritte entscheidend. Sie arbeiten eng mit den Mädchen zusammen, oft über Monate oder Jahre hinweg. Das Mädchenheim Gauting existiert seit den frühen 1980er-Jahren und hat sich zu einer der größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland entwickelt.  Sein Ziel bleibt dabei konstant Mädchen die bisher wenig Stabilität erlebt haben, eine neue Chance zu geben. Wenn ehemalige Bewohnerinnen Jahre später zurückkehren und von ihrem Leben berichten, zeigt sich,  was diese Zeit bedeuten kann - ein schwieriger Abschnitt – aber manchmal auch ein Wendepunkt.

Artikel #3:

Migration in Deutschland – Eine Reise voller Herausforderungen
Migration ist ein wichtiges Thema in Deutschland. Viele Menschen verlassen ihre Heimat, um in einem neuen Land Sicherheit, bessere Lebensbedingungen oder neue Chancen zu finden. Hinter jeder dieser Reisen steckt eine ganz persönliche Geschichte – oft geprägt von Mut, aber auch von schwierigen Erfahrungen.
Ein Beispiel dafür ist M. S., ein 13-jähriger Schüler aus Gerabronn. Er besucht die 7h an der Schule Schrozberg und erzählt offen von seinem Weg nach Deutschland und seinem Leben hier.
M. kommt ursprünglich aus der Türkei. Seine Reise nach Deutschland war alles andere als einfach. „Ich bin mit dem Flugzeug von der Türkei nach Serbien gekommen“, erzählt er. „Dann ging es mit dem Auto weiter nach Ungarn, danach nach Polen – und schließlich nach Deutschland.“ Besonders belastend war für ihn die Situation während der Fahrt: „Es waren sehr viele Menschen in einem Auto.“ Insgesamt dauerte die Reise etwa fünf Tage. Diese Zeit war für ihn sehr schwer: „Mir ging es schlecht“, sagt M.. Unterwegs habe er viele beängstigende Situationen erlebt. „Wir haben viel Polizei gesehen. In Polen gab es viele Afghanen, die bewaffnet waren. Die Polizei wollte die Einwanderung verhindern und sie wollten meinen kleinen Bruder mitnehmen.“ Außerdem berichtet er, dass sie zeitweise in einer Unterkunft untergebracht waren, die von einer kriminellen Gruppe organisiert wurde. Trotz dieser belastenden Erfahrungen hat M. es geschafft, sich in Deutschland einzuleben. Heute lebt er in Gerabronn und fühlt sich in seiner Schule wohl. Auf die Frage, ob er sich gut an Deutschland gewöhnen konnte, antwortet er: „Ja.“ Auch neue Freunde habe er schnell gefunden
 Seine Geschichte zeigt, wie schwierig und gefährlich Flucht und Migration sein können – besonders für Kinder und Jugendliche. Gleichzeitig macht sie aber auch Hoffnung: Mit Unterstützung und Offenheit kann es gelingen, in einem neuen Land anzukommen und sich ein neues Leben aufzubauen. Migration ist mehr als nur ein politisches Thema. Es geht um Menschen, ihre Geschichten und ihre Zukunft. M.s Erlebnisse sind ein Beispiel dafür, wie wichtig es ist, hinzusehen, zuzuhören und Verständnis zu zeigen.

Artikel #4:

WENN REDEN HILFT : EIN BLICK HINTER DIE TÜREN DER SCHULSOZIALARBEIT
 
Es ist Pause und auf dem Schulhof ist wie immer viel los. Plötzlich gibt es Streit zwischen zwei Schülern. Unsere Schulsozialarbeiterin kommt dazu und redet ruhig mit ihnen. Nach ein paar Minuten ist die Situation schon viel entspannter.
 
Dazu ist Judith Hinderer, im Alter von 57 Jahren für die Sekundarstufe der Schule Schrozberg zuständig. An unserer Schule ist sie seit 2013 jeden Tag tatkräftig dabei.  Aber schon seit 2015 vertritt Judith Hinderer den Beruf Schulsozialarbbeit.                Doch nicht nur das machte sie! 14 Jahre lang leitete sie das „Jugendkaffe“ in Kirchberg und baute es selbstständig auf. Judith ist eine sehr freundliche und nette Person.
 
An einem normalen Schultag passiert bei Judith sehr viel. Sie bereitet verschiedene Projekte, wie, Präventionsangebote in allen verschiedenen Richtungen ( Polizei, Medien, Drogen, Gewalt…) ,den Übergang von der Schule zur Berufswelt (Arbeitsagentur), Klassenrat und Gespräche vor.
Täglich von 8.30 Uhr bis 16.00Uhr bietet sie nach Absprache oder auch spontan Termine zum Gespräch an. Dadurch lassen sich Probleme oft leichter verstehen und lösen .Alle Gespräche die Sie führt sind vertraulich und unterliegen der Schweigepflicht. Täglich nehmen etwa 3-5 Schülerinnen und Schüler ihr Angebot wahr und suchen das Gespräch mit ihr. Bei Bedarf biete sie auch Hausbesuche an.
Termine kann man durch eine Email über Iserv, einen Brief durch den Briefkasten oder durch ansprechen von Judith machen.
 
Mit Lehrern arbeitet Judith H. eng zusammen. Sie besprechen Probleme der einzelnen Klasse oder jeweiligen Schülern die dem Lehrer/ der Lehrerin aufgefallen sind, und suchen nach einer passenden Lösung.
Lehrer selber, wenn sie Probleme haben kommen weniger zu Judith, eigentlich fast nie(sehr selten).Trotzdem hat Judith gerne auch ein offenes Ohr für sie.
 
Schulsozialarbeit ist für viele Schüler wie eine Art „safe space“ wenn es in der Schule oder Zuhause stressig zugeht. Da ist jemand für sie da,der nicht bewertet oder dumme Kommentare von sich gibt, sondern jemand der zuhört, für die jenigen da ist und hilft, wenn’s schwierig wird.
 
 Kein wunder das sie viel zu tun wenig Zeit haben. Denn ohne sie, wäre Schule deutlich ansträngender und härter. Denn am Ende geht es nicht nur um Noten, wenn die Schüler aus der Schule raus kommen ,sondern das Schüler mit sich selber und anderen klarkommen und genau da macht die Schulsozialarbeit den Unterschied zum normalen Schul Unterricht.
 
Judith ist immer gerne für alle da, und hat ein offenes Ohr für euch.
Bei Interesse an einem Gespräch wisst ihr ja jetzt wie ihr euch melden könnt und einen Termin vereinbaren könnt.

Artikel #5:

REPORTAGE: Schwarzfahren – Kavaliersdelikt oder ernstes Problem?
 
„Einmal ohne Ticket fahren – das merkt doch keiner.“ Diesen Gedanken hatten viele schon einmal. Doch Schwarzfahren, also die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel ohne gültigen Fahrschein, ist kein harmloser Spaß, sondern in Deutschland eine Straftat (§ 265a StGB – Erschleichen von Leistungen).
Schätzungen zufolge sind jedes Jahr Millionen Menschen in Deutschland ohne Ticket unterwegs. Die Gründe dafür sind unterschiedlich: Manche wollen Geld sparen, andere haben keine Zeit, ein Ticket zu kaufen, und wieder andere handeln aus Unachtsamkeit. Doch egal aus welchem Grund: Wer ohne gültigen Fahrschein fährt, riskiert eine Geldstrafe oder im Wiederholungsfall sogar eine Anzeige. Viele Verkehrsunternehmen verlangen außerdem ein sogenanntes „erhöhtes Beförderungsentgelt“, das deutlich teurer ist als ein normales Ticket.
Trotzdem gibt es Diskussionen darüber, ob diese Strafen immer gerecht sind. Kritiker meinen, dass besonders Menschen mit geringem Einkommen dadurch stärker belastet werden. Einige fordern deshalb mildere Strafen oder sogar kostenlose öffentliche Verkehrsmittel, um das Problem langfristig zu lösen.
Befürworter der aktuellen Regelungen argumentieren hingegen, dass das System nur funktioniert, wenn alle ihren Beitrag leisten. Wer ohne Ticket fährt, schadet den Verkehrsbetrieben – und damit letztlich auch den zahlenden Fahrgästen.
Schwarzfahren bleibt also ein umstrittenes Thema: Für die einen ein Kavaliersdelikt, für die anderen ein ernstes Problem, das klare Regeln und Konsequenzen erfordert.
 Unsere Schülergruppe kommt zum folgenden Fazit: Aus unserer Sicht sollte Schwarzfahren nicht mehr als Straftat gelten. Statt Menschen zu bestrafen, wäre es sinnvoller, das Problem an der Wurzel zu lösen. Hohe Ticketpreise sind für viele eine große Belastung, weshalb einige überhaupt erst ohne Fahrschein fahren. Günstigere oder sogar kostenlose öffentliche Verkehrsmittel könnten dazu beitragen, dass weniger Menschen schwarzfahren. Gleichzeitig würde dies den öffentlichen Nahverkehr attraktiver machen und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Aus diesem Grund sind wir der Meinung, dass ein Umdenken notwendig ist und neue Lösungen gefunden werden sollten, anstatt weiterhin auf Strafen zu setzen.

 

Artikel #6:

Alltag und Verantwortung im Tierheim Rothenburg
 
Schon am frühen Morgen beginnt im Tierheim Rothenburg der Alltag — ein Alltag, der von Verantwortung, Struktur und viel Einsatz geprägt ist. Denn hinter jedem Tier, das hier untergebracht ist, steckt nicht nur eine Geschichte, sondern auch viel Arbeit.
 
 
Die Aufgaben im Tierheim sind klar verteilt. Es gibt eigene Betreuer für Hunde und Katzen, die sich jeweils um die Bedürfnisse der Tiere kümmern. Diese arbeiten meist in Teilzeit oder auf Mini-Job-Basis. Für die Hunde gibt es zusätzlich einen großen Hof, auf dem sie täglich Auslauf bekommen. Mehrere Mitarbeitende begleiten sie dabei, denn Aufsicht ist Pflicht. Währenddessen nutzen die Hundebetreuer die Zeit sinnvoll: Sie reinigen die Zwinger gründlich, damit die Tiere später wieder in eine saubere Umgebung zurückkehren können.
 
 
Auch gesundheitlich sind die Tiere gut versorgt. Das Tierheim arbeitet mit einem festen Tierarzt zusammen, der regelmäßig besucht wird — etwa drei Nlal pro Woche. In dringenden Fällen kommt der Tierarzt jedoch direkt ins Tierheim, um schnelle Hilfe zu leisten.
 
 
Wer einem Tier ein neues Zuhause geben möchte, durchläuft einen klaren Vermittlungsprozess. Interessenten müssen zunächst mehrfach ins Tierheim kommen, um den Hund kennenzulernen und mit ihm spazieren zu gehen. Danach folgt ein Probewochenende, bei dem das Tier von Freitag bis Sonntag mit nach Hause genommen wird. So zeigt sich, ob Mensch und Tier wirklich zusammenpassen. Erst danach wird ein Schutzvertrag abgeschlossen und eine Schutzgebühr bezahlt.
 
 
Auch bei der Fütterung wird auf die Gesundheit geachtet. Hunde erhalten meist nur einmal täglich Futter, um das Risiko einer Magendrehung zu verringern. Wasser steht ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.
 
 
Viele Tiere im Tierheim haben keine leichte Vergangenheit. Oft wurden sie abgegeben, weil ihre Besitzer die Verantwortung unterschätzt haben. Das Tierheim erlebt immer wieder, wie unüberlegte Entscheidungen dazu führen, dass Tiere ihr Zuhause verlieren.


Finanziell ist das Tierheim auf Unterstützung angewiesen. Neben Spenden spielen Flohmärkte eine wichtige Rolle. Zwei- bis dreimal im Jahr werden in Rothenburg große Veranstaltungen organisiert, deren Einnahmen dem Tierheim zugutekommen.
 
 
Eine Ausbildung zum Tierpfleger ist hier nicht möglich, da dafür speziell ausgebildetes Fachpersonal benötigt wird. Größere Einrichtungen, wie in Nürnberg, können solche Ausbildungen anbieten. Dennoch lernen die Mitarbeitenden im Tierheim Rothenburg vieles direkt durch praktische Erfahrung.
 
 
Ein besonderes Tier ist Struppi. Mit seinen 15 Jahren ist er der älteste Bewohner. Trotz seines Alters ist er noch erstaunlich aktiv und verspielt. Vor einiger Zeit wurde ein Tumor bei ihm entfernt — erfolgreich. Heute wartet er weiterhin auf ein Zuhause, in dem er seinen Lebensabend verbringen kann.
 
 
Das Tierheim Rothenburg ist mehr als nur ein Zufluchtsort für Tiere. Es ist ein Ort, an dem tägliche Verantwortung übernommen wird — mit viel Engagement und Herz.

Weitere Informationen